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Pressebericht, Nibelungen Kurier (31.07.2018)

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Eine Liberale bringt frischen Wind in den Wahlkampf!

Ricarda Artelt möchte am 4. November für die FDP als bislang 5. Bewerberin um den Posten zur Wahl des Wormser OBs antreten.

Parteitypisch in Magenta präsentierte sich Ricarda Artelt am Montag dem Vorstand der Wormser FDP. Der sprach sich mit 10 Stimmen und einer Enthaltung einmütig für die OB-Kandidatin aus. Foto: Robert Lehr

Vor allem die deutsche Geschichte gehört zu ihren Hobbys und die rheinhessischen Gewächse haben es der Weinliebhaberin schon lange angetan. Als Ricarda Artelt vor drei Jahren mit ihrer Familie aus Mülheim an der Ruhr in die „Weinburg“ Flörsheim-Dalsheim gezogen ist, spielte dies zwar keine Rolle – doch die Nähe zur geschichtsträchtigen Nibelungenstadt eröffnet der 44-jährigen geborenen Essenerin jetzt eine völlig neue Perspektive: Am gestrigen Montag wurde sie vom Vorstand des FDP Kreisverbandes Worms inoffiziell als Kandidatin für die Wormser Oberbürgermeister/-innen-Wahl vorgestellt.

Damit geht die Marketing- und Kommunikationsspezialistin als bislang fünfte/r Bewerber/-in in die Wahl am 4. November. Neben Amtsinhaber Michael Kissel (SPD) bewerben sich bis jetzt der CDU-Kreisverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Adolf Kessel, der Sprecher der GRÜNEN Stadtratsfraktion, Richard Grünewald, sowie Georg Gräff für Die Linke.

Nach dem Votum des Vorstandes muss Ricarda Artelt nun noch von der Mitgliederversammlung der Liberalen offiziell nominiert werden, die am Dienstag, dem 7. August, um 19 Uhr, im Herrnsheimer Weingut Sandwiese, stattfindet. Während sich die Kandidatin den Mitgliedern ihrer Partei an diesem Abend vorstellen muss, konnte der NK bereits mit ihr sprechen.

14 Jahre Arbeit im RWE-Konzern

Die Mutter zweier Töchter hat einen Großteil ihres Arbeitslebens im Hauptsitz des RWE-Konzerns in Essen verbracht. In diesen vierzehn Jahren war sie u.a. als Key-Account-Managerin im Bereich Energie tätig, später dann als Referentin für Marketing und Werbung sowie als Teamleiterin für Messen und Events. Zuletzt war sie bei einer Konzerntochter als Mitglied des Marketing-Teams mit der Analyse und Auswertung der Kommunikationsmaterialien sowie der entsprechenden Abstimmung mit Werbeagenturen und Fachabteilungen beschäftigt.

„Für mich war die Arbeit in Kommunikation und Marketing eine ideale Voraussetzung für meine jetzige politische Arbeit für einen Landtagsabgeordneten der FDP-Fraktion des Rheinland-Pfälzischen Landtages“, so die sympathische Politik-Quereinsteigerin. Denn seit 2017 arbeitet Ricarda Artelt als persönliche Referentin und Leiterin des Wahlkreisbüros von Marco Weber, dem Parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion im Mainzer Parlament, der zudem dem dortigen Umweltausschuss vorsteht.

Hier sei sie unter Anderem mit der strategischen Ausarbeitung und Schärfung des politischen Profils des Abgeordneten beschäftigt. Aber auch mit dem Erstellen von Pressemitteilungen, Social Media, der Teilnahme an Parteitagen, der Begleitung der Arbeit im Umwelt- und Agrarausschuss oder der Erarbeitung des Kommunalwahlprogrammes für 2019, ergänzt Artelt. „Aber auch bei der Planung und Durchführung von politischen Veranstaltungen kommt mir meine Erfahrung zugute“, unterstreicht die Kandidatin, die über die konkrete Wahlkreisarbeit hinaus als Mitglied des erweiterten Vorstandes des Kreisverbandes Alzey-Worms sowie als Beisitzerin dem Bezirksvorstand FDP Rheinhessen-Vorderpfalz angehört. Und dessen stellvertretendem Vorsitzenden Dr. Jürgen Neureuther, der auch der Wormser FDP vorsteht, sei ihre Kandidatur zu verdanken.

Überrascht und geehrt

„Es hat mich ebenso überrascht wie geehrt, als Jürgen mir seinen Vorschlag unterbreitet hat“, so Ricarda Artelt, der es wohl bewusst sei, dass jetzt jede Menge Arbeit vor ihr liege. Schließlich sei es nur noch ein gutes Vierteljahr bis zur Wahl. In der kurzen Zeit werde sie versuchen, so viele Gespräche wie möglich mit Wormserinnen und Wormsern zu führen, um zu erfahren, wo ihnen der Schuh drückt. Entsprechend soll der Wahlkampf gestaltet werden, in dem sich die Kandidatin so vielen Menschen wie möglich vorstellen möchte.

Ehrenamt lukrativer gestalten

Vor allem der Arbeit der zahlreichen Wormser Vereine oder Verbände wolle sie sich widmen, denn die Ehrenamtlichen leisteten eine immens „wichtige Arbeit für unser Gemeinwesen“. Hier wünscht sich die Kandidatin z.B., dass Anreize wie die Ehrenamtskarte ausgebaut würden. Als berufstätiger Mutter brennt Ricarda Artelt natürlich die Kinderbetreuung auf den Nägeln. Vor allem deren Flexibilisierung fordert sie angesichts der immer unregelmäßiger werdenden Arbeitszeiten.

„Worms hat so vieles zu bieten, vor allem im kulturellen Bereich“, betont Ricarda Artelt, doch bliebe die touristische Verwertung hinter den Möglichkeiten zurück. Auch die Innenstadt gehört ihrer Meinung nach aufgewertet. Hier denkt sie an eine Senkung der Gewerbesteuer, um potentiellen Mietern leerstehender Objekte die Entscheidung für ein Geschäft oder ein Gewerbe leichter zu machen. „Hier kommen mir meine Erfahrungen in strategischer Planung, Kommunikation und Marketing zugute“, zeigt sich die Liberale sicher. „Allerdings“, so räumt sie ein, laufe in einer öffentlichen Verwaltung „vieles anders als in der freien Wirtschaft“. Dabei betont sie durchaus die Chancen, die ein unvoreingenommener Blick von außen bietet.

Dass der aber dennoch sehr viel Sachkenntnis und Engagement voraussetzt, weiß Ricarda Artelt. So habe sie sich bereits durch den hunderte Seiten dicken Haushalt der Stadt Worms gekämpft und freut sich jetzt auf die Treffen mit den Wormserinnen und Wormsern, um mit ihnen über ihre Sorgen und Nöte, aber auch deren Anregungen für eine bürgernahe Stadtpolitik ins Gespräch zu kommen.

Dass sie die erste Frau sei, die sich um dieses Amt bemüht, „ist ein Ansporn mehr“. Allerdings sieht sie sich nicht als „Quotenfrau“ und möchte auch nicht als solche wahrgenommen werden.

Quelle: Nibelungen Kurier